Vorgeschmack auf die Zukunft


Geislinger Zeitung vom 11.06.2004


ENERGIE / Unterböhringens Grundschule jetzt mit Brennstoffzellenheizung


Vorgeschmack auf die Zukunft


Als erste Grundschule in Baden-Württemberg wird nun jene in Unterböhringen mit einem Brennstoffzellengerät beheizt. Es deckt sogar den Grundstrombedarf. Auf eine staatliche Förderung
aber konnte die Gemeinde dank AEW und EnBW verzichten.

BERNWARD KEHLE

UNTERBÖHRINGEN   In der neuen Grundschule im Bad Überkinger Ortsteil Unterböhringen ist am Mittwochabend eine Brennstoffzellenheizung in Betrieb gegangen. Es handelt sich dabei um ein gemeinsames Projekt der Gemeinde Bad Überkingen, des Albwerks (AEW) und der EnBW AG.
Zur Feier begrüßte Bürgermeister Martin Joos den Geschäftsführer des AEW, Hubert Rinklin,
den Leiter des Bereichs Stadtwerke und Kommunen der EnBW, Uwe Fritz, Landrat Franz Weber,
Pfarrerin Ursula Kannenberg, Mitarbeiter der Energiefirmen, Gemeinderäte und Vertreter der Schule.
 
Bürgermeister Joos sagte, die neue Heizung gebe einen Vorgeschmack auf die Technologie der Zukunft. Nachdem die Grundschule Unterböhringen erst vor wenigen Monaten als eine von 30 Schulen im Lande mit modernen Multimedia-Geräten ausgestattet worden sei, habe sie nun in rein privatwirtschaftlicher Initiative, ohne jegliche staatliche Förderung, weitere Hochtechnologie erhalten.
 
Anfang 2002 habe das EnBW "Pioniere" gesucht, die Brennstoffzellen in der Hausenergieversorgung testen sollten, sagte Hubert Rinklin. 6000 Bewerber hätten sich gemeldet. Die Anlage in Unterböhringen werde als 14. von 55 in Baden-Württemberg in Betrieb genommen werden. Serienreif seien Brennstoffzellengeräte noch nicht und sie seien auch noch nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig. Dennoch wolle sich das AEW rechtzeitig auf die Brennstoffzellentechnologie (wir berichteten ausführlich) vorbereiten. Rinklin dankte Diplomingenieur Reinhard Straub für Planung und technische Koordination.
 
EnBW-Vertreter Uwe Fritz sagte, da Brennstoffzellenheizgeräte derzeit noch nicht verkäuflich seien, installiere und betreibe die EnBW diese Anlage als Versuchsanlage und kostenfrei für die Gemeinde.
 
INFO
Brennstoffzellenheizgeräte
erzeugen in einer elektrochemischen Reaktion Strom und Wärme aus Wasserstoff (in diesem Fall aus Erdgas gewonnen) und Sauerstoff.


Bürgermeister Martin Joos, Hubert Rinklin vom AEW und Uwe Fritz


Bürgermeister Martin Joos, Hubert Rinklin vom AEW und Uwe Fritz
von der EnBW (von links) bei der Übergabe des neuen Heizsystem.

FOTO: BERNWARD KEHLE

Artikel und Foto aus der GZ vom 11.06.2004


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Letzte Aktualisierung: 20. November 2004