Schüler und Lehrer erinnern sich

 

Eine Unterböhringerin, die 1910 eingeschult wurde, erzählte:
Die Großen hatten von 8 - 10 Uhr Unterricht, die Kleinen von 10 - 12 Uhr,
außerdem gab es an vier Nachmittagen Unterricht.
In festgeschraubten Viererbänken saßen die Schüler nach Buben und Mädchen
getrennt. Je besser die Leistungen waren, umso weiter nach vorn durfte man sitzen.
Während der Vesperpause eilten die Kinder nach Hause um ihr Vesper zu holen.
Bücher und Tafel samt Griffelkasten klemmte man unter den Arm, da es noch keine
Schulranzen gab.
Wenn die Schule aus war, wurden die Hausaufgaben erledigt und anschließend
musste man in Haus, Hof und Stall helfen.
Nach dem Läuten um halb sieben abends durfte kein Schulkind mehr auf der Straße sein.


Eine Lehrerin kam 1947 täglich von Bad Überkingen zu Fuß nach Unterböhringen
zum Unterricht.
Bahn oder Bus verkehrten nicht. Die nasse Kleidung wurde beim Bäcker getrocknet.
Es gab Unterricht in zwei Schichten, aber mindestens in einer Unterrichtsstunde am
Tag waren alle 111 Schulkinder anwesend.
Im Sommer mussten oft während der Schulzeit auf den Feldern Kartoffelkäfer
gesammelt werden.

 

Erstellt: 17.06.2000 U. Härdtle


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Letzte Aktualisierung: 11. März 2003